Liebe docfilm42 Community,
das komplette Programm von DOCS ON TOUR findet ihr mit vielen Screenings und Filmgesprächen im Kalender unter https://docfilm42.de/veranstaltungen/
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DOCS ON TOUR in Brandenburg nimmt an Fahrt auf und legt am kommenden Wochenende mit vier Screenings richtig los.
Gleich drei Mal habt ihr die Gelegenheit MONA MUR – IN CONVERSATION (Regie: Dietmar Post) mit Liveauftritten der Post-Punk-Ikone an verschiedenen Brandenburger Orten zu besuchen.
Zu den weiteren Highlights im September mit ausgewählten Filmprotagonistinnen zählen auch zahlreiche Vorführungen von DIE UNBEUGSAMEN1+2 (Regie: Torsten Körner).
Hier freuen wir uns auf Filmgespräche unter anderem mit der ehemaligen Bundesministerin für Justiz Herta Däubler-Gmelin und der Bürgerrechtlerin Ulrike Poppe.
Unten seht ihr eine kleine Auswahl.
Möglich wurde unser Programm mit der Unterstützung von Medienboard, MundA, Antonio Amadeo Stiftung, Musikfonds, FFA, VG Bildkunst, VFF.
DOCS ON TOUR findet in Kooperation mit den bundesweiten Dokumentarfilmtagen LETsDOK statt.
Und auch in Berlin präsentiert docfilm42 am 14.09.2025 in Kooperation mit der Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V. den neusten Film von Robert Krieg, TROTZ ALLEDEM über den anhaltenden Kampf der kurdischen Frauen in Rojava um Selbstbestimmung.
Mehr Infos s.u.
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https://www.instagram.com/docfilm42/
Stay tuned und viel Spaß wünscht euch
euer docfilm42 Team
Trotz Alledem – Hevî her tiştî
Deutschland, 2025
Regie: Robert Krieg 90 min
Im vom Krieg gezeichneten Norden Syriens entsteht etwas Unerwartetes: Hoffnung. Inmitten von Ruinen, Bedrohung und Entbehrung behaupten sich Frauen in Rojava mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Sie gründen Dörfer, unterrichten Kinder, bauen Werkstätten auf – und verteidigen nicht nur ihr Leben, sondern auch eine Vision von Freiheit und Gleichberechtigung. Der Regisseur Robert Krieg zeigt das alltägliche Überleben und den außergewöhnlichen Mut zur Selbstermächtigung in einer Region, die weltweit kaum Beachtung findet. Ein bewegender Dokumentarfilm über den leisen, aber unaufhaltsamen Aufbruch einer neuen Gesellschaft – getragen von Frauen.
In dem Dokumentarfilm erhalten wir einen eindrucksvollen Einblick in das Leben selbstbestimmter Frauen in Rojava, einer autonom verwalteten Region im Norden und Osten Syriens. Inmitten von Krieg, Zerstörung und politischer Unsicherheit kämpfen sie unbeirrt für ihre Unabhängigkeit und eine basisdemokratische Gesellschaft.
Die Protagonistinnen des Films – darunter die technikaffine Argin, die Kunsthandwerkerin Jehan, die alleinerziehende Delal, die vielseitige Sidan, die Taekwondo-Lehrerin Ghoufran und die gehörlose Seidenstickerin Hiba – stehen stellvertretend für eine neue Generation mutiger Frauen. Jede von ihnen geht ihren eigenen Weg, nutzt ihre Fähigkeiten und überwindet persönliche wie gesellschaftliche Hürden.
Der Film erzählt in ruhigen, aber kraftvollen Bildern von gelebter Solidarität, Widerstandskraft und dem Aufbau einer friedlichen Zukunft – jenseits patriarchaler Strukturen und trotz widrigster Umstände.
Termin: 14.09.2025, 11:30
Ort: fsk Berlin
Rahmenprogramm
Gast: Robert Krieg
Mona Mur – In Conversation
Deutschland, 2024
Regie: Dietmar Post 87 min
Der Film beleuchtet das Leben und die Karriere der in Hamburg geborenen Musikerin Mona Mur, deren kreatives Schaffen in der westdeutschen Post-Punk-Szene der 1980er Jahre begann.
Jeweils mit Rahmenprogramm
Gast: Dietmar Post, Mona Mur mit Live Showcase
Termin: 12.09.2025, 19:00
Ort: Astoria Wittstock
Termin: 13.09.2025, 17:00
Ort: Kaleidoskop Kallinchen
Termin: 14.09.2025, 11:00
Ort: Thalia Potsdam
Die Unbeugsamen 1
Deutschland, 2021
Regie: Torsten Körner 100 min
DIE UNBEUGSAMEN erzählt die Geschichte der Frauen in der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegen erfolgsbesessene und amtstrunkene Männer wie echte Pionierinnen buchstäblich erkämpfen mussten. Unerschrocken, ehrgeizig und mit unendlicher Geduld verfolgten sie ihren Weg und trotzten Vorurteilen und sexueller Diskriminierung. Verflochten mit zum Teil ungesehenen Archiv-Ausschnitten ist dem Dokumentarfilmer und Journalisten Torsten Körner eine emotional bewegende Chronik westdeutscher Politik von den 50er Jahren bis zur Wiedervereinigung geglückt. Die Bilder, die er gefunden hat, entfalten eine Wucht, die das Kino als Ort der politischen Selbst- vergewisserung neu entdecken lässt. Ein erkenntnisreiches Zeitdokument, das einen unüberhörbaren Beitrag zur aktuellen Diskussion leistet.
Die Unbeugsamen 2
Deutschland 2021
Regie: Torsten Körner 100 min
15 selbstbewusste Frauen erzählen, wie auch im Land der staatlich verordneten Gleichberechtigung trotzdem das Patriarchat regierte und schaffen damit ein kraftvolles Kaleidoskop der Geschlechterbeziehungen im „Arbeiter- und Bauernstaat“.
Die Unbeugsamen 1 + 2
Termin: 20.09.2025, 17:00 + 19:00
Ort: Umweltbahnhof Dannenwalde
Rahmenprogramm
Gesamtmoderation durch Gabi Brönner-Garben
Imbiß und Getränke
Die Unbeugsamen 1
Termin: 26.09.2025, 19:00
Ort: Bahnhofskino Lindow im Exil, Im Loft der Tischlerei Baldi, Lindow
Die Unbeugsamen 1 + 2
Termin: 27.09.2025, 17:00 und 19:30
Ort: Kaleidoskop Kallinchen
Rahmenprogramm
Gäste: Herta Däubler-Gmelin, Ulrike Poppe
Die Unbeugsamen 1
Termin: 28.09.2025, 12:00
Ort: Kammerspiele Kleinmachnow
Rahmenprogramm
Gast: Herta Däubler-Gmelin
Imbiß und Getränke
DIE MÖLLNER BRIEFE
Deutschland 2025
Regie: Martina Priessner 96 min
Im November 1992 zerstörte der rassistische Brandanschlag von Mölln die Leben von İbrahim Arslan und seiner Familie. Der damals siebenjährige İbrahim überlebte, verlor aber seine Schwester, seine Cousine und seine Großmutter. Die Stadt Mölln erhielt Hunderte Briefe mit Solidaritätsbekundungen, von denen aber fast drei Jahrzehnte niemand Notiz nahm. Der Film folgt İbrahim bei der Entdeckung dieser Briefe und bei der Begegnung mit drei ihrer Verfasser*innen. Zugleich zeichnet er ein komplexes Porträt des anhaltenden Traumas, das İbrahim und seine Geschwister bis heute beeinträchtigt. İbrahim hat einen Umgang mit den Geschehnissen gefunden, indem er aktiv gegen Rassismus kämpft und sich für eine Erinnerungskultur einsetzt, die die Opfer ins Zentrum stellt. Sein Bruder Namik hingegen befindet sich noch am Anfang seines Wegs der Bewältigung.
Der Film beleuchtet nicht nur die Erfahrungen der Überlebenden, er deckt auch die große Solidarität auf, die es damals gab – eine Solidarität, von der die Opfer bis zu diesem Zeitpunkt nichts wussten. Er schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nimmt eine Perspektive des Erinnerns ein, die den Stimmen der Betroffenen den Raum und die Anerkennung gibt, die sie verdienen.
Termin: 26.09.2025, 19:30
Ort: ARTrium Schönhagen Gumtow
Rahmenprogramm
Gast: Ibrahim Arslan, Überlebender des Anschlages und Filmprotagonist (angefr.)
ab 19:30 Catering, Musik. Ca. 20:30 Filmbeginn mit Einführung. Open Air, bei Regen in der Scheune.
